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Aal (Anguilla anguilla; LINNE, 1758)
Flußaal, Steigaal, Blankaal, Silberaal, Gelbaal, Sommeraal, Spitzkopf, Breitkopf. Engl.: Eel; franz.: Anguille; Montee (der aufsteigende Jungaal).
Langgestreckter, schlangenähnlicher, vorne drehrunder, nach hinten seitlich zusammengedrückter, kräftiger muskulöser Körper. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen langen, einheitlichen Flossensaum. Zwei kleine Brustflossen, keine Bauchflossen. Dicke, schleimige Haut, in der die winzigen, länglich ovalen, nicht zusammenhängenden Schuppen verborgen sind. Kleine Augen. Die Augen sind in bezug auf ihre Lage und Größe sehr variabel. Bei reifen, zum Laichen abwandemden Aalen (Blankaalen) nehmen sie stark an Größe zu und können bis zur Hälfte des Kopfes ausmachen.Bei zunehmender Reife im Meer werden sie sogar noch größer, so dass der ganze Aalkopf nur noch aus Augen zu bestehen scheint. Die senkrecht hinter den Brustflossen stehenden Kiemenspalten sind sehr klein und eng. Färbung am Rücken dunkelgrau bis blauschwarz, dunkelbraun oder olivfarben.
Nach 9 bis 15 Jahren geschlechtsreif (Männchen kleiner als Weibchen).
Kurz vor und während der Laichwanderung silberglänzend (Blank - oder Silberaal). Während der Laichwanderung zur Sargassosee (Westatlantik/Bermudadreieck) keine Nahrungsaufnahme. Nach dem Ablaichen sterben sie in großer Tiefe. Die Larven driften mit dem Golfstrom innerhalb von 3 Jahren nach Europa zurück. Mit erreichen der Küste wandeln sie sich in Glasaale um, die ca. 6-8 cm lang sind. Diese steigen dann als sogenannte Steigaale in die Heimatflüsse auf, angezogen wahrscheinlich durch den Geruch des Heimatgewässers. Weibchen werden mit 15 Jahren geschlechtsreif, Männchen hingegen schon mit 9 Jahren.
Die Milchner leben bevorzugt in Küstennähe und kommen daher selten, außer durch Besatz ins Süsswasser. Dadurch sind auch die Gewichtsangaben schwierig und ungesichert.
Der Aal bevorzugt Gewässer mit weichem, schlammigen Boden. Er geht im allgemeinen nachts auf Nahrungssuche. Das Blut des Aales ist giftig und kann Muskelkrämpfe auslösen(Ichtyotoxin). Vorsicht bei offenen Wunden und wenn das Blut auf die Schleimhaut gerät – vor allem Vorsicht wenn Aalblut ins Auge gerät – sofort mit kaltem Wasser waschen und einen Arzt aufsuchen. Keine Sorge beim Verzehr, das Gift wird durch die Erwärmung zwischen 58 und 70°C zerstört. Geruchssinn ist besonders gut ausgebildet und vergleichbar mit dem Hund.
Unvernünftiger Besatz in den Seen führte zu einer Faunenverfälschung.
Länge : Männchen bis 50cm und ca. 180g; Weibchen bis 150 cm und 6 kg.
Verbreitung: In Bächen, Flüssen und Seen sowie im Küstenbereich des Atlantischen Ozeans, auch in der Ostsee und im Mittelmeer. In Österreich nur in Niederösterreich im Waldviertel, in den nach Norden entwässernden Bächen heimisch.